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Teufelsberg Berlin

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Kategorie Berlin | 1 Kommentar »

Hauptradarturm auf dem Teufelsberg in Berlin; viele weitere Bilder nach Klick verfügbar

Auf dem Teufelsberg in Berlin Grunewald befand sich im Kalten Krieg eine Radarstation, die vermutlich zum Abhör- und Spionagesystem Echelon der NSA gehörte. Nach der Wende wurde das Gebiet mehrfach verkauft, aber geschehen ist bis heute nichts. Der Berg samt allen Gebäuden ist inoffiziell durch Löcher im Zaun zugänglich für Abenteurer. Von solch einem Abenteurer wurden mir einige Fotos zugespielt ;-), die ich kurzerhand in einem Flickralbum zusammengestellt habe.

An vielen Stellen sind die Planen, mit denen die Gebäude nach Außen verdeckt waren, bereits zerschnitten. Einzig in der Hauptradarkugel sind sie noch fast komplett. Dadurch ergibt sich eine unglaubliche Akustik, die der Abenteurer mittels eines kurzen Videos dokumentiert hat, was ich an dieser Stelle dem geneigten Leser ebenfalls nicht vorenthalten will.

Lviv in der Ukraine

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Momentan ist die Ukraine in aller Munde. Da ich mich beruflich um ein ukrainisches Entwicklerteam kümmere, war ich dieses Jahr bereits zweimal vor Ort. Von diesen Reisen habe ich einige Fotos vom Fußball EM Austragungsort Lviv (vor langer Zeit auch Lehmberg) in der West Ukraine mitgebracht.

Kirche in Lviv, Ukraine

Lviv ist eine alte mittelalterliche Stadt. Der sehr gut erhaltene Stadtkern gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Entsprechend touristisch ist die Innenstadt ausgelegt. Man sieht in der Stadt viele Kurzreisende, etwa aus Österreich. Es gibt eine Vielzahl sehr guter Cafés und Restaurants. Natürlich fehlen auch keine Museen und Läden. Für das touristische Herz ist somit gesorgt.

klassisches Operngebäude von Lviv

Während meinen Reisen war das neue Flughafenterminal noch nicht eröffnet, auch wenn es schon ziemlich fertig aussah. Die Flüge wurden deshalb im alten historischen Terminal abgewickelt, welches wirklich sehenswert ist. Es erinnert eher an einen alten Bahnhof. So konnte in dem Gebäude eigentlich nur ein Flug abgefertigt werden. Für die Gepäckausgabe gab es z.B. kein Kofferband, sondern in einem großen Raum öffnete sich an der Seite eine Tür und die Koffer wurden hereingetragen. Sehr spannend und sympathisch!

Terminal im alten Flughafen von Lviv

Um die Innenstadt herum gibt es eine Vielzahl von schönen und weniger schönen Wohnvierteln. Wer selbst aus dem Osten stammt oder in Osteuropa unterwegs war, wird die Neubausiedlungen sofort wiedererkennen. In diesen Siedlungen sind die Häuser häufig nicht saniert und auch Straßen und Fußwege sind eine Ansammlung riesiger Löcher.

ein Karussell nachts in Lviv

Auch in der Ukraine habe ich bis jetzt nur freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen. Die junge Bevölkerung und Personal in Hotels spricht meist Englisch. An Kiosken und anderen Situationen hilft wie immer Zeichensprache :-)

Hauptgebäude der Universität von Lviv

Aus den Diskussionen mit den Kollegen vor Ort habe ich erfahren, dass das Land tief gespalten ist. Lviv selbst befindet sich im Westen der Ukraine in der Nähe der polnischen Grenze. Die Bevölkerung dieses Teils der Ukraine sieht ihre Wurzeln in Europa, was man auch klar an der Architektur der Innenstadt erkennen kann. Der östliche Teil der Ukraine mit der Hauptstadt Kiev hingegen tendiert eher zu Russland. Die aktuellen politischen Spannungen zeigen, dass dieser Konflikt noch lange nicht gelöst ist. Hoffen wir, dass die Ukrainer in den nächsten Jahren eine gemeinsame Identität finden!

Rathaus von Lviv

Wer also auf der Suche nach einem Kurzurlaub mit Kultur, Architektur, leckerem bodenständigem Essen und Abenteuer ist, sollte statt der üblichen Metropolen mal einen Flug nach Lviv buchen!

PS: Noch ein paar weitere Fotos gibt es im zugehörigen Flickr Album. Dort lade ich dann auch weitere Fotos hoch, falls ich nochmals in Lviv bin und brauchbare Fotos mitbringe.

Blick kurz nach dem Start in Lviv, Ukraine