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Gibt es noch spannende OpenSource Projekte?

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Kategorie Software Engineering | 4 Kommentare »

Anfang der 2000er Jahre war die Welt noch in Ordnung. Damals konnte jeder den Kampf gegen Big Business à la Microsoft & Co. aufnehmen, indem er sich an massentauglichen OpenSource Projekten wie OpenOffice, KDE, Gnome, Linux und Firefox beteiligte. Irgendwann wurde der Desktop aber zur allseits verfügbaren Massenware und die OpenSource Alternativen waren ausgereift genug, um den Ansprüchen des Durchschnittsnutzers zu genügen. Die neuen coolen Anwendungen verlagerten sich ins Netz (z.B. Google Suche oder Facebook) und waren ohne starkes Rechenzentrum privat kaum nutzbar.

Dann kam wieder eine neue Massenware in Form von „Apps“ für mobile Endgeräte auf. Endlich konnte der Hobbyprogrammierer wieder Anwendungen schreiben, die die Welt veränderten und ein Millionenpublikum erreichten. Allerdings gab es jetzt einen guten Beweggrund seine Anwendung nicht mehr OpenSource zu stellen: Geld. Man muss schon ein großer Idealist sein, wenn man statt einem kleinen Zuverdienst (und der Chance auf den ganz großen Treffer) sein Werk lieber kostenlos, offen und allgemein zugänglich der Welt zur Verfügung stellt. Und dies gerade auch dann, wenn man zumindest wie im Fall von Apple sogar noch vorher für die notwendige Entwicklungsumgebung löhnen muss.

An diesem Punkt sind wir nun. Doch wie geht es weiter? Gibt es noch irgendwelche spannenden neuen OpenSource Projekte, außer den bekannten Langläufern? Was begeistert den geneigten Leser gerade im Bereich OpenSource?

4 Kommentare to “Gibt es noch spannende OpenSource Projekte?”

  1. Matthias sagt:

    Nichts,
    von Open Source hört man nicht mehr viel und die meisten App-Programmierer und deren Programme sind eher eigenbrötlerischer Natur. Jeder baut sein eigenes kleines Zahnrad für das grosse Getriebe.

    Was ist jQuery? Da ist eine Firma, die von ihrem Produkt den Quellcode frei gibt und damit die Welt verändert. Die Community ist recht aktiv.
    Es ist eben gutes Internet. JS kann gar nicht Closed Source sein.

  2. Matthias sagt:

    Gab es die grosse Zeit des Open Source nur, weil die Bezahlmöglichkeiten noch nicht implementiert waren?

  3. Sebastian sagt:

    > …Open Source nur, weil die Bezahlmöglichkeiten noch nicht…?

    Tja, das frage ich mich halt auch. Oder aber die eigene Wahrnehmung hat sich geändert.

  4. Da ich nie bei Open Source Projekten mitgearbeitet habe, kann ich möglich Veränderungen nicht beurteilen.

    Vielleicht ist mit ein Grund, dass die kommerziellen Konkurrenten reagiert haben und mit ihren Preisen nach unten gegangen sind? Dadurch ist vielleicht der Anreiz gesunken, Alternativen zu entwickeln.

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