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Bildschirmfoto von superfile Dateimanager

superfile – Ein noch schönerer Dateimanager fürs Terminal

Am in Linux & Werkzeuge | Keine Kommentare »

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Neulich berichtete ich schon über den Terminal-Dateimanager vifm. Leider sind dessen Tastenkombinationen in den letzten Monaten nicht in das Fleisch und Blut meiner Finger übergegangen. Und so richtig optisch schön ist vifm auch nicht. Dafür habe ich jetzt eine neue Liebe – superfile!

Ein großes Manko in vifm ist, dass ich nicht sehen kann, welche Dateien und Ordner ich ausgeschnitten habe und mit dem nächsten Tastendruck anderswo einfüge. Deshalb bin ich immer extrem vorsichtig, damit ich nicht aus Versehen etwas Lösche oder sonstige Dateidummheiten begehe.

Dieser Tage bin ich superfile gestolpert und habe mich sofort verliebt. Ich denke, mit dem folgenden Screenshot kann der geneigte Leser das sofort nachvollziehen:

Bildschirmfoto von superfile inklusive Vorschau eines Bildes

superfile unterstützt natürlich auch die typischen Vim Tastenkombinationen für die Navigation im Dateibaum. Neben h kann ich auch mit Backspace in den übergeordneten Ordner gehen. Ein Wechsel zwischen den Dateipanels geht per Tab. Dateien kopiere ich mit Strg-C, auschneiden tue ich mit Strg-X und am gewünschten Ziel füge ich sie mit Strg-V ein. Das kann ich mir gerade noch merken :-)

Im Panel unten rechts sehe ich, was sich aktuell in der Zwischenablage habe, also etwa meine „ausgeschnittenen“ Dateien. Das ist genau das, was mir in vifm fehlt und mir Sicherheit gibt, keine Dateidummheiten zu begehen.

Mit den beiden Paneln am linken Bildschirmrand kann ich schnell zu den typischen Orten wie Dokumente und Downloads navigieren oder zu Ordnern, für die ich ein Lesezeichen erstellt habe. Ich wechsel über S (switch) zwischen Datei- und Lesezeichen-Paneln hin und her.

In der Mitte gibt es eine beliebige Anzahl von Verzeichnis- und Dateipaneln. Standardmäßig startet superfile mit einem Panel, aber ich kann mit den folgenden Tastenkombinationen ein neues Panel erstellen oder schließen:

  • n – neues Panel im Home Verzeichnis
  • Shift-N – neues Panel im aktuellen Verzeichnis
  • w – aktuelles Panel schließen

Und dann ist da natürlich noch dieses wunderschöne Preview Panel am rechten Bildschirmrand. Es zeigt den Inhalt der Datei, über der sich mein Cursor befindet. Previews funktionieren nicht nur für Bilddateien und PDFs, sondern auch für alle Arten von Textdateien inklusive Syntax Highlighting. Zur Erinnerung: Wir befinden uns immer noch in einem Terminal!

Syntax Highlighting in superfile

Mit Return oder einer Vim Bewegung nach rechts mittels ö öffne ich die aktuelle Datei unter meinem Cursor in der verknüpften Anwendung, etwa im PDF Viewer meines Betriebssystems. Und mit e öffne ich die Datei im Texteditor meiner Wahl zur Bearbeitung.

Das Aufkommen von Coding Agents und Vibe Coding hat zu einer Renaissance des Terminals in den letzten Jahren geführt. Viele kreative Menschen entdecken das Terminal neu oder sogar zum ersten mal. superfile hatte sein erstes öffentliches Beta Release erst vor 2,5 Jahren.

Neben den modernen Terminal Anwendungen wie superfile haben sich auch die Terminals selbst weiterentwickelt bzw. es sind eine Vielzahl neuer Terminals entstanden. Aktuell verwende ich Ghostty, was wunderbar unter Linux und MacOS funktioniert. Ohne solch einen modernen Unterbauch wäre eine Anwendung wie superfile kaum möglich. Unter einer klassischen KDE Konsole oder in tmux gibt es zum Beispiel nur verpixelte Vorschaubilder von PDFs und Bildern.

superfile unter altem Terminal zeigt nur verpixelte Previews

Es gibt in superfile natürlich auch eine Kommandozeile, erreichbar per klassischen Vim :. Bleibt nur noch die Frage, wie ich superfile beende?! Glücklicherweise hat sich hier superfile von Vim gelöst und ein einfaches Q ist ausreichend :-)

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